Holzer's Peepshow (1995):
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Interview mit unserem Regisseur Fredi Muggli GB:Die Gossauer Bühne freut sich sehr, dieses Jahr wieder zusammen mit Dir ein Stück inszenieren zu können. Unsere erste Frage: Wie kamst Du überhaupt zum Theater? FM: Schon sehr früh hat mir das Theater gefallen, aber ausser in Jugendgruppen bot sich nur wenig Gelegenheit, diese Begeisterung auszubauen. Der Einstieg gelang mir dann im Jahr 1971 bei der "Schatulle" Greifensee als Zangler in Nestroys "Einen Jux will er sich machen". Danach habe ich noch in einigen anderen Stücken, aber auch in dem Theater der Commedia dell Arte meine Erfahrungen sammeln können. GB: Seit wann führst Du Regie? FM: Als Gründungsmitglied der Gossauer Bühne im Jahr 1980 wagte ich den Schritt zur Regie. Nach zweijähriger Probenzeit brachten wir als erstes Stück "Das DorfFäscht" auf die Bühne und hatten einen "Bombenerfolg" damit. Die Regie macht mir viel Spass, ich besuchte mehrere Regiekurse und habe bis heute 9 Theaterstücke inszeniert. GB: Ja, uns Gossauern sind die ebenfalls erfolgreichen "Missbrauchten Liebesbriefe" sowie der "Geisterzug" noch in lebhafter Erinnerung. Was reizt Dich jetzt an "Holzers Peepshow"? FM: Die Diskrepanz fasziniert mich; ein lustiges Stück, mit sehr viel Hintergrund. Dies fordert von den Spielern und der Regie recht viel, aber es ist schön, sich dieser Herausforderung zu stellen. GB: Ist der Titel nicht irreführend? FM: Es kommt halt auf die Fantasie jedes einzelnen an. GB: "Peepshow" tönt gewaltig nach Schwank! FM: Wenn es zum Schwank wird, haben wir etwas falsch gemacht. GB: Aber ist denn dieses Stück nicht lustig? FM: Doch doch, ich hoffe sehr, dass sich das Publikum amüsieren wird, bin aber überzeugt, dass die Aussage des Stückes zum Nachdenken anregen wird. GB: Also doch eher "schwere Kost"? FM: Nein, das Stück hält uns zwar einen Spiegel vor, ohne jedoch moralisierend zu wirken. GB: Wir haben jetzt Mitte November, stecken mitten in den Probearbeiten, worin besteht die Schwierigkeit dieser Inszenierung? FM: Das Spektrum der Stimmungen jedes Spielers ist im Laufe des Stückes sehr vielseitig. Alle Spieler sind praktisch immer auf der Bühne - es gibt nur Hauptdarsteller - was eine grosse physische wie psychische Belastung bedeutet. GB: So, jetzt haben wir zwar einiges berichtet, aber was Sie, liebes Publikum, in unserer "Peepshow" tatsächlich erwartet, möchten wir hier nicht verraten. Wir hoffen, Ihre Neugier geweckt zu haben und würden Sie sehr gern bei einer unserer Vorstellungen begrüssen. Ihre Gossauer Bühne |